Geschichte

GESCHICHTE · DREI EPOCHEN · AEUGSTERTAL

Drei Bergbau-Epochen. Ein Ort.

In drei Perioden wurde im Aeugstertal Kohle gefördert — zuletzt von 1942 bis 1947, als das Bergwerk Riedhof das zweitgrösste Kohlenbergwerk im Kanton Zürich war.


CHRONIK


1787

bis 1814

Erste Abbauphase

1786 entdeckte ein Bauer bei Strassenarbeiten das Kohlenvorkommen. Unter staatlicher Kontrolle durch den Kanton Zürich begann eine erste Abbauperiode. Mangels Verkehrserschliessung wurde 1814 der Abbau eingestellt — nur rund 1000 Tonnen Kohle wurden gefördert.


1917

bis 1921

Zweite Abbauphase

Die Mangelzeit des Ersten Weltkriegs weckte das Interesse erneut. 16 Personen gründeten ein Kohlenkonsortium. Der Betrieb blieb unrentabel — das Defizit wuchs auf 100’000 Franken. 1921 wurden die Stollen geschlossen, mit rund 1200 Tonnen Förderung.


1942

bis 1947

Dritte Abbauphase

Sulzer AG und Georg Fischer AG erhielten 1942 eine Konzession. Mit Fachleuten aus dem Bergwerk Gonzen entstand ein 7 Kilometer langes Stollensystem. Über 300 Personen waren zeitweise beschäftigt. Rund 30’000 Tonnen Kohle wurden gefördert.


2002

Gegenwart
 
Verein Bergwerk Riedhof

Am 15. Mai 2002 wurde in Aeugst am Albis der Verein Bergwerk Riedhof gegründet. Ziel: die Erinnerung an das regionale Industriedenkmal zu erhalten. Seit 2012 sind Teile der Stollen für die Öffentlichkeit zugänglich.


Mehr Informationen zum Bergwerk findest du in folgender Broschüre. Sie steht als PDF-Download zur Verfügung.

Broschüre herunterladen (PDF, 1.9 MB) →